Heizen mit Holz - Wärme, die sich lohnt
Gemütlich und kostengünstig
Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheit und zugleich einer der zeitgemäßesten. Als nachwachsender Energieträger speichert Holz die Kraft der Sonne und gibt sie im Kaminofen als behagliche Wärme wieder ab.
Holz ist der Inbegriff für erneuerbare Energie: Heizen mit Holz macht unabhängig von Erdöl, Erdgas und Kohle, bietet Versorgungssicherheit und bleibt bei richtigem Abbrand in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf eingebunden. Auch bei den Kosten schneidet Scheitholz im Vergleich mit anderen Brennstoffen sehr gut ab.
Ist Heizen mit Holz noch zeitgemäß?
Ja. Holz zählt wie Sonne, Wind und Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien und ist in einem waldreichen Land wie Österreich direkt vor der Haustür verfügbar. Ein moderner Kaminofen verbindet diesen traditionellen Brennstoff mit effizienter, emissionsarmer Verbrennungstechnik.
Lange Zeit war Holz der einzige Weg, Wohnräume zu beheizen. Mit der Industrialisierung verdrängten Kohle, Erdöl und Erdgas das Holz fast vollständig, und zu Beginn der 1970er Jahre war das Heizen mit Holz in den westlichen Industriestaaten kaum noch üblich. Doch mit der Verknappung und Verteuerung von Erdöl und Erdgas, einem gestiegenen Umweltbewusstsein und dem Wunsch nach mehr Unabhängigkeit hat eine deutliche Trendwende eingesetzt.
Heute gilt Heizen mit Holz wieder als moderne und sparsame Methode des Heizens. Holz löst nicht alle Energiefragen, ist aber eine nachwachsende Ressource - ob als Scheitholz im Kaminofen oder als Pellets im Pelletofen.
Warum Holz als CO2-neutral gilt
Holz gilt als CO2-neutral, weil beim Verbrennen nur jene Menge Kohlendioxid frei wird, die der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Nachwachsende Bäume binden dieses CO2 wieder – es entsteht ein geschlossener Kreislauf.
Ob das Holz im Kaminofen verbrennt oder im Wald verrottet: In beiden Fällen wird dieselbe Menge CO2 wieder freigesetzt. Zusätzliche Emissionen entstehen lediglich durch Ernte, Aufbereitung und Transport und diese bleiben bei regional bezogenem Brennholz gering, da es weder importiert noch über weite Strecken transportiert werden muss.
Ganz anders verhält es sich bei fossilen Brennstoffen: Erdöl, Erdgas und Kohle enthalten Kohlenstoff, der über Jahrmillionen im Erdinneren gebunden war. Ihre Verbrennung bringt diesen Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre. Jeder Raummeter Holz, der fossile Brennstoffe ersetzt, entlastet somit das Klima.
Auch europaweit zeigt sich, wie wichtig nachhaltig bewirtschaftete Wälder für das Klima sind. Laut Forest Europe, der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa, hat sich der Holzvorrat der europäischen Wälder seit den 1990er Jahren verdoppelt, und 2020 band die Waldbiomasse im Durchschnitt rund 155 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr - das entspricht etwa 10 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU. Mehr zum Klimaschutz beim Heizen lesen Sie im Wissensartikel Nachhaltigkeit.
Wohlige Wärme mit einem gemütlichen Kaminofen
Neben Kostenersparnis liegt der eigentliche Reiz eines Kaminofens in der besonderen Raumatmosphäre. Das Spiel der Flammen, das Knistern des Holzes und die Strahlungswärme schaffen eine Stimmung, die keine andere Heizform bieten kann.
Der Blick ins Feuer entspannt, die Gedanken können frei wandern. Ein Kaminofen ist damit eine gemütliche und zugleich sinnvolle Ergänzung der Wohnungseinrichtung – und wer mit Holz heizt, leistet einen persönlichen Beitrag zur Energiewende.
Macht ein Kaminofen unabhängig von Strom & Gas?
Ja. Ein Scheitholz-Kaminofen oder Kamineinsatz ist weder an das Stromnetz noch an eine Gasleitung gebunden und benötigt keine Hilfsenergie – nur ein Streichholz zum Anzünden. Damit bleibt das Zuhause auch bei einem Stromausfall, einem starken Kälteeinbruch oder einem Engpass bei der Gasversorgung warm.
Brennholz lässt sich bequem zu Hause lagern und ist sofort zur Hand, wenn es darauf ankommt. Die Wärme des Kaminfeuers ist unabhängig von geopolitischen Krisen und Wetterextremen. Gerade in unsicheren Zeiten gibt ein moderner Kaminofen die Gewissheit, jederzeit autark heizen zu können. Mehr dazu im Wissensartikel Versorgungssicherheit und unter Krisensicher Heizen mit Holz.
Heizen mit Holz ist zudem sparsam: Ein Raummeter trockenes Hartholz hat etwa denselben Heizwert wie 200 Liter Heizöl. Der monatliche Energieträgervergleich des Österreichischen Biomasseverbands zeigt außerdem, dass Scheitholz pro Kilowattstunde regelmäßig deutlich günstiger ist als Heizöl oder Erdgas. Besonders effizient ist ein Kaminofen als Ergänzung zu einer bestehenden Heizung, etwa in Kombination mit einer Wärmepumpe, die an kalten Tagen entlastet wird.
Moderne vs. alte Öfen - der Emissions-Unterschied
Moderne Kaminöfen verursachen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen als Altgeräte und benötigen für dieselbe Wärmeleistung weniger Brennholz. Der Grund liegt in einem optimierten Feuerraum mit gezielter Luftführung und hochwertiger Auskleidung, die für hohe Verbrennungstemperaturen und einen sauberen Abbrand sorgen.
Diese Entwicklung ist messbar: Laut Umweltbundesamt sind die österreichischen Feinstaubemissionen (PM2,5) seit 1990 um rund die Hälfte gesunken. Neben dem Rückgang von Kohleheizungen und saubereren Fahrzeugen nennt das Umweltbundesamt die Umstellung auf moderne Biomasseheizungen mit verbesserter Verbrennungstechnik als wesentliche Ursache. Nach Angaben des Österreichischen Biomasseverbands stammt mehr als die Hälfte des Feinstaubs aus Kleinfeuerungen von veralteten Anlagen wie Allesbrennern und alten Stückholzkesseln. Der Ersatz veralteter Feuerungen durch moderne Technik gilt daher als wichtigster Hebel für saubere Luft.
Austroflamm entwickelt seine Verbrennungstechnik laufend weiter und unterschreitet die gesetzlich geregelten Grenzwerte um bis zu 50 Prozent. Die patentierte Feuerraumauskleidung Keramott erreicht durch ihr besonderes Verhältnis von Wärmedämmung und Wärmeleitung schnell eine hohe Brennraumtemperatur und ermöglicht so eine saubere, schadstoffarme Verbrennung. Das patentierte Heat Memory System speichert die Wärme je nach Modell bis zu 8 Stunden und gibt sie gleichmäßig an den Raum ab, so reicht weniger Brennholz für dieselbe Behaglichkeit. Wer die Emissionen zusätzlich senken möchte, findet im Wissensartikel Feinstaubfilter alle Informationen zur nachträglichen Abgasreinigung.
Ist es nicht schade, Holz zu verbrennen?
Nein. Brennholz ist in der Regel Holz, das sich qualitativ nicht als Bau- oder Möbelholz eignet. Es fällt als Nebenprodukt bei der notwendigen Waldpflege sowie als Verschnitt in Sägewerken an. Die energetische Nutzung ist daher eine sinnvolle Verwertung und kein zusätzlicher Holzeinschlag.
Beim Durchforsten werden schwächere, krumm gewachsene oder beschädigte Bäume entnommen, damit die verbleibenden Bäume Licht und Platz zum Wachsen haben. Dieses Holz sowie Kronenholz und Sägewerksreste werden zu Scheitholz, Pellets oder Briketts verarbeitet. Bliebe es ungenutzt im Wald, würde es beim Verrotten dieselbe Menge CO2 freisetzen, ohne dabei fossile Brennstoffe zu ersetzen.
Der Verkauf von Brennholz ist zudem für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine wichtige Einnahmequelle. Damit werden Waldpflege, die Instandhaltung von Forstwegen und der Umbau zu stabilen, artenreichen Mischwäldern finanziert - eine Investition, die angesichts von Trockenheit, Stürmen und Borkenkäfer immer wichtiger wird.
Mit einem Waldanteil von rund 48 Prozent zählt Österreich zu den waldreichsten Ländern Europas, und die nachhaltige Bewirtschaftung ist im österreichischen Forstgesetz verankert. Laut Österreichischer Waldinventur 2018–2023 wird weniger Holz genutzt, als nachwächst.
Tipps für sparsames Heizen
Richtig anfeuern
Damit bei der Verbrennung möglichst wenige Emissionen entstehen, ist das richtige Anfeuern entscheidend. Dünn gespaltenes Anzündholz und handelsübliche Anzünder bringen den Feuerraum schnell auf die nötige Temperatur.
Das richtige Brennholz wählen
Geeignetes Brennholz ist unbehandelt, luftgetrocknet und hat eine Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent. Harzarmes Hartholz wie Buche, Eiche oder Birke brennt besonders gleichmäßig und mit ruhigem Flammenbild. Legen Sie Holz in kleinen Mengen nach - feine, weiße Asche und wenig Ruß zeigen eine saubere Verbrennung an.
Wärme länger speichern
Öfen mit Heat Memory System oder Xtra Speicherwärme speichern die Wärme aus der Verbrennung und geben sie nach und nach an den Raum ab. So wird jedes Holzscheit besonders effizient genutzt.
Ofen regelmäßig reinigen und warten
Nur ein technisch einwandfreier Ofen wandelt Holz optimal in Wärme um. Regelmäßige Reinigung und die Überprüfung durch eine Fachkraft sichern eine saubere, umweltfreundliche Verbrennung. Praktische Hinweise finden Sie im Artikel Öfen richtig reinigen.