Hilfe und häufige Fragen

Sie benötigen Hilfe oder haben Fragen zur Produktwelt von Austroflamm? Wir haben für Sie die häufigsten Fragen und deren Antworten zusammengefasst. Sollten Sie weitere Anliegen haben, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Beratung und Kauf

Austroflamm-Öfen werden ausschließlich über den autorisierten Fachhandel verkauft, nicht direkt ab Werk. Ihren Austroflamm-Ofen erhalten Sie bei einem der zertifizierten Austroflamm-Partner in Ihrer Region. Der Fachhändler übernimmt neben dem Verkauf auch die technische Beratung, die Auswahl des passenden Modells für Ihren Schornstein und in der Regel auch den Einbau. Über die Händlersuche finden Sie den nächstgelegenen Partner nach Postleitzahl oder Ort.

Die fachkundige Beratung vor dem Kauf ist bei Kaminöfen besonders wichtig, da Heizleistung, Schornsteinanschluss und bauliche Gegebenheiten individuell zusammenpassen müssen. Diese Beratung leisten die Austroflamm-Partner vor Ort. Sie kennen die lokalen Anforderungen (z.B. regionale Bauvorschriften), können Modelle direkt zeigen und übernehmen im Anschluss auch Einbau und Inbetriebnahme.

  • Beratung zu Modellwahl, Heizleistung und Design
  • Prüfung der baulichen Voraussetzungen (Schornstein, Aufstellort)
  • Koordination mit dem Schornsteinfeger vor der Inbetriebnahme

Ja, Austroflamm betreibt einen eigenen Schauraum am Firmensitz in Krenglbach (Oberösterreich). Ein Besuch ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, telefonisch unter 07249 46443-0. Wer keinen Termin am Firmensitz wahrnehmen möchte, findet bei den regionalen Fachhändlern ebenfalls Ausstellungsmodelle zum Anfassen und Erleben der Flammenbilder.

  • Terminvereinbarung: telefonisch oder während der Öffnungszeiten
  • Alternative: Ausstellungsflächen bei Fachhändlern österreichweit und international
  • Praktischer Tipp: Bereits in der Händlersuche ist ersichtbar, welche Modelle beim jeweiligen Fachhändler ausgestellt sind – so lässt sich der Besuch gezielt planen.

Ersatzteile und Zubehör für Austroflamm-Öfen erhalten Sie in erster Linie über die Fachhändler, die auch Modell und Seriennummer Ihres Ofens im System hinterlegt haben. Alternativ steht ein Online-Ersatzteilshop zur Verfügung, über den gängige Verschleiß- und Ersatzteile direkt bestellt werden können, etwa Dichtungen, Feuerraumsteine oder Glasscheiben.

  • Fachhändler: persönliche Beratung, Identifikation über Seriennummer
  • Onlineshop: schnelle Bestellung gängiger Teile ohne Terminvereinbarung

Zum Ersatzteilshop

Aufbau, Anschluss an den Schornstein und die Inbetriebnahme eines Austroflamm-Ofens übernehmen ausschließlich die Austroflamm-Fachpartner. Das ist keine reine Serviceempfehlung, sondern in Österreich, Deutschland und der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben: Die Abnahme durch den zuständigen Schornsteinfeger vor der ersten Inbetriebnahme ist verpflichtend. Der Fachhändler koordiniert diesen Termin in der Regel mit.

  • Einbau nur durch zertifizierte Fachbetriebe
  • Abnahme durch den Schornsteinfeger vor Erstinbetriebnahme gesetzlich notwendig

Alle aktuellen Austroflamm-Kataloge stehen digital zum Durchblättern und Downloads zur Verfügung. Wer einen gedruckten Prospekt bevorzugt, kann diesen kostenlos per Post anfordern. Dafür genügt eine kurze Nachricht mit Adresse und gewünschter Produktkategorie (Kaminöfen, Pelletöfen, Kombiöfen oder Kamineinsätze) über das Kontaktformular.

  • Digital: sofort verfügbar unter Kataloge & Downloads
  • Print: Prospekt kommt kostenlos per Post, Bearbeitungszeit einige Werktage Bitte senden Sie uns eine Nachricht mit Ihrer Adresse und der gewünschten Produktkategorie. 

Die Brandschutzbestimmungen unterscheiden sich je nach Land, Bundesland und sogar Gemeinde, außerdem hängen sie vom konkreten Aufstellort im Gebäude ab. Relevant sind unter anderem Mindestabstände zu brennbaren Materialien, die Bodenbeschaffenheit unter dem Ofen und die Anforderungen an den Schornstein.

  • Mindestabstände: modellabhängig, im jeweiligen Produktdatenblatt ausgewiesen
  • Bodenplatte: bei Holz- oder Laminatböden ist eine nichtbrennbare Unterlage aus Glas oder Metall vorgeschrieben
  • Zuständige Ansprechpartner: der örtliche Schornsteinfeger und der Fachhändler kennen die regional geltenden Vorschriften am besten

Sicherheitsabstände herunterladen

Erste Anlaufstelle bei technischen Problemen ist immer der Austroflamm-Händler, bei dem der Ofen gekauft wurde, da dieser Kaufbeleg, Modell und Einbausituation kennt. Ist der ursprüngliche Händler nicht erreichbar oder existiert nicht mehr, hilft das Austroflamm-Serviceteam direkt per E-Mail weiter.

  • Erste Anlaufstelle: der Fachhändler vor Ort
  • Zweite Anlaufstelle: service@austroflamm.com mit Modellbezeichnung und Fehlerbeschreibung


Bitte beachten Sie: Anliegen im Rahmen der Gewährleistung bzw. Garantie werden ausschließlich über den Fachhändler abgewickelt, bei dem der Ofen erworben wurde – auch dann, wenn zusätzlich das Serviceteam kontaktiert wurde. 

Austroflamm bietet viele unterschiedlichen Ofenmodellen. Da ist mit Sicherheit der richige Ofen für jeden Geschmack dabei:

  • Kaminöfen: klassisches Flammenbild und Knistern von Holz, höchster Wohlfühlfaktor, freistehend
  • Kaminöfen mit Koch- und Backfunktion heizen und gleichzeitig Speisen zubereiten, auch unabhängig von Strom
  • Pelletöfen: automatisierte Befeuerung mit Holzpellets, komfortabel per App oder Zeitprogramm steuerbar
    Kombiöfen von Austroflamm kombinieren Pellet- und Scheitholzbetrieb in einem Gerät, wahlweise nutzbar
  • Kamineinsätze von Austroflamm werden individuell vor Ort verbaut und an bestehende oder neue Kaminverkleidungen angepasst

Alle Austroflamm-Öfen überzeugen durch außergewöhnliches Design, exzellente Qualität und innovative Technologien. Lassen Sie sich am besten vom Austroflamm-Fachhändler in Ihrer Nähe beraten.

 

Jedem Austroflamm-Ofen liegt eine Betriebsanleitung bei, in der die geprüften Emissionswerte (Kohlenmonoxid, Feinstaub, Wirkungsgrad) dokumentiert sind. Diese Werte werden benötigt, wenn der Schornsteinfeger die Anlage abnimmt oder wenn Sie gegenüber Behörden den Bestandsschutz Ihres Ofens nachweisen müssen.

  • Betriebsanleitung: liegt jedem Ofen bei, zusätzlich online als Download verfügbar
  • Prüfberichte und EU-Konformitätserklärungen: zentral im Downloadbereich abrufbar
  • Typenschild am Ofen zeigt die geprüften Werte

Prüfberichte & Emissionswerte

Technische Fragen

Die BImSchV regelt in Deutschland die zulässigen Emissionen von Feuerstätten und wird seit ihrer Novellierung in zwei Stufen umgesetzt. Alle aktuellen Austroflamm-Öfen erfüllen die Stufe-2-Grenzwerte und haben damit uneingeschränkten Bestandsschutz.

Grenzwerte für Kaminöfen (Stufe 2):

  • Kohlenmonoxid: max. 1,25 g/m³ Abgas
  • Feinstaub: max. 0,04 g/m³ Abgas
  • Mindestwirkungsgrad: 75 %

Grenzwerte für Pelletöfen (Stufe 2):

  • Kohlenmonoxid: max. 0,25 g/m³ Abgas
  • Feinstaub: max. 0,03 g/m³ Abgas
  • Mindestwirkungsgrad: 85 %

Wichtig zu wissen: Öfen, die diese Werte bereits vor Inkrafttreten der Stufe 2 erfüllt haben, müssen nicht nachgerüstet werden und dürfen unbefristet weiterbetrieben werden.

Auf EU-Ebene regelt die Norm DIN EN 16510 einheitliche Grenzwerte für Feuerstätten, die in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten.
Einzelne Länder stellen darüber hinaus eigene, teils strengere Anforderungen und bieten für besonders schadstoffarme Geräte zusätzliche Förderungen an. Ob und welche länderspezifischen Regelungen oder Förderprogramme im jeweiligen Markt greifen, klärt der zuständige Fachhändler vor Ort. 

 

Übersicht Prüfungen (PDF)

Die Xtra Speichertechnologie von Austroflamm ist die Weiterentwicklung des patentierten Heat Memory Systems von Austroflamm. Das Xtra System sorgt für Wärme bis zu 12 Stunden, beim Heat Memory System sind es bis zu 8 Stunden Speicherwärme.

  Heat Memory System Xtra Speicherwärme
Speicherdauer bis zu 8 Stunden bis zu 12 Stunden
Speichermasse geringer, modular ergänzbar über 100 kg fest verbautes Speichermaterial
Nachrüstbar ja, in geeigneten Kaminöfen nein, nur werksseitig verbaut
Typischer Einsatz Ergänzung für längere Wärmeabgabe ohne große Bauveränderung Modelle, die von Grund auf als Speicherofen konzipiert sind

 

Beide Systeme verlängern die Wärmeabgabe nach dem eigentlichen Abbrand, unterscheiden sich aber in Speicherdauer, Gewicht und Nachrüstbarkeit.

Ja, das patentierte Heat Memory System kann nachträglich in einen dafür geeigneten Kaminofen eingebaut werden. Ob Ihr konkretes Modell dafür infrage kommt, klärt der Fachhändler anhand der Baureihe und des vorhandenen Feuerraums.

Heat Memory System und Xtra Speicherwärme werden bei Austroflamm direkt auf dem Korpus des Ofens aufgebaut. Dadurch wird die Wärme unmittelbar von der Brennraumhülle in den Speicher übertragen, statt über einen separaten Bauteilweg. Beide Systeme zeichnen sich außerdem durch ein hohes Raumgewicht aus: Pro Kubikzentimeter Speichermaterial lässt sich dadurch mehr Wärme speichern als bei vielen anderen Speicherlösungen am Markt.

Nein, die Xtra Speicherwärme Technologie kann nicht nachgerüstet werden. Der Grund liegt in der Bauweise: Kaminöfen mit Xtra Speicherwärme werden von Grund auf mit über 100 kg fest integriertem Speichermaterial konstruiert, das sich nicht nachträglich in einen bestehenden Ofenkorpus einbauen lässt.

Wer die Wärmespeicherung eines bereits vorhandenen Ofens dennoch erweitern möchte, hat mit dem nachrüstbaren Heat Memory System eine Alternative.

Ein Pelletofen arbeitet vollautomatisch und benötigt im laufenden Betrieb kein manuelles Nachlegen. Die einzelnen Schritte im Überblick:

  1. Temperatur, Wärmeleistung sowie Start- und Endzeit werden vorab eingestellt (am Gerät oder per App)
  2. Pellets werden automatisch vom Vorratsbehälter in den Feuerraum transportiert
  3. Die Zündung erfolgt automatisch, ebenso die Regelung der Luftzufuhr
  4. Sobald die eingestellte Raumtemperatur erreicht ist, schaltet sich der Ofen selbstständig ab

Dieser automatisierte Ablauf macht Pelletöfen deutlich komfortabler in der Bedienung als klassische Kaminöfen mit Scheitholz.

Alle Pelletöfen und Kombiöfen von Austroflamm sind app-fähig, klassische Kaminöfen mit reiner Scheitholz-Befeuerung dagegen nicht, da bei ihnen die Verbrennungsluft manuell reguliert wird.

Was die App-Steuerung konkret ermöglicht:

  • Fernsteuerung von Start, Temperatur und Endzeit über Smartphone oder Tablet
  • Anzünden aus der Ferne bei Pellet- und Kombiöfen
  • Raumtemperatur-Erfassung über den Austroflamm Smart Spot Funkraumsensor, kabellos per Bluetooth verbunden
  • Temperaturanzeige und -regelung direkt am Smartphone ablesbar

Bei reinen Scheitholz-Kaminöfen erfolgt die Luftregelung dagegen manuell über den Luftregler am Gerät.

Ein raumluftunabhängiger (RLU) Kaminofen bezieht seine Verbrennungsluft nicht aus dem Aufstellraum, sondern über eine abgedichtete Zuluftleitung direkt von außen. Das ist vor allem in gut gedämmten Neubauten relevant, wo der natürliche Luftwechsel gering ist.

  • Zertifizierungsgrundlage: DIN 18897, in Deutschland zusätzlich die Kennzeichnung "CA" gemäß der neuen DIN EN 16510 (vormals als bauaufsichtliche Zulassung des DIBt bezeichnet)
  • Typischer Einsatzbereich: Niedrigenergie- und Passivhäuser
  • Vorteil: kein Konflikt mit Dunstabzugshauben oder kontrollierter Wohnraumlüftung, die sonst Unterdruck erzeugen können

Was hat das mit einer Wärmepumpe zu tun? Diese Frage wird im Artikel "Kaminofen und Wärmepumpe" vertieft behandelt.

Der Abgastriplewert wird vom Schornsteinfeger für die Berechnung des passenden Schornsteinquerschnitts benötigt und setzt sich aus drei Einzelwerten zusammen:

  • Abgastemperatur (°C)
  • Abgasmassenstrom (g/s)
  • Förderdruck bei Nennwärmeleistung (Pa)

Alle drei Werte finden Sie im Benutzerhandbuch Ihres Austroflamm-Ofens, sie sind Grundlage für die fachgerechte Dimensionierung des Schornsteinanschlusses.

Jeder Austroflamm-Ofen führt die Verbrennungsluft über zwei getrennte Wege zu:

  • Primärluft (Unterluft): nicht vorgewärmte Frischluft, wird meist von unten zum Brennmaterial geführt, hauptsächlich in der Anzündphase relevant
  • Sekundärluft (Oberluft): vorgeheizte Luft, wird im oberen Bereich der Brennkammer zugeführt, sorgt während der Brennphase für die Verbrennungsluft und hält gleichzeitig die Sichtscheibe sauber

Sobald das Holz gut brennt, kann die Primärluft reduziert werden, während die Sekundärluft die laufende Verbrennung übernimmt.

Ein Dauerbrandofen und ein Zeitbrandofen unterscheiden sich durch verschiedene Prüfvorgaben und die Brennstoffeignung.

  • Ein Dauerbrandofen ist für den Betrieb mit Kohle zugelassen, kann aber auch mit Holz oder Briketts befeuert werden. Ein Gerät gilt als Dauerbrandofen, wenn es die Glut mit Kohle bis zu 8 Stunden ohne Nachlegen halten kann. Der Begriff bezieht sich also auf die Mindestbrenndauer der Glut, nicht auf die Gesamtbetriebsdauer.
  • Ein Zeitbrandofen ist ein klassischer, mit Holz betriebener Kaminofen. Die maximale Betriebsdauer je Abbrand ist in der jeweiligen Bedienungsanleitung angegeben.

Konvektionswärme ist warme Luft, die direkt vom Ofen erwärmt wird, nach oben steigt und über die Konvektionsöffnung in den Raum abgegeben wird

Strahlungswärme erwärmt nicht die Luft, sondern Gegenstände und Personen im Raum direkt, meist über das Sichtfenster abgegeben, wird von den meisten Menschen als besonders gemütlich empfunden, da sie der Sonnenstrahlung ähnelt

Die meisten Kaminöfen kombinieren beide Wärmearten, das Verhältnis hängt vom jeweiligen Modell und der Bauweise ab.

Ein Schornstein erzeugt durch die aufsteigende warme Abluft einen Unterdruck im Brennraum, der die Verbrennungsluft ansaugt und so die Verbrennung überhaupt erst ermöglicht. Ohne diesen Zug funktioniert kein Kamin- oder Pelletofen zuverlässig.

  • Funktion: Erzeugung des notwendigen Förderdrucks
  • Voraussetzung für guten Abbrand: Schornstein und Ofen müssen technisch aufeinander abgestimmt sein, idealerweise vom Schornsteinfeger vorab geprüft

Wichtig zu wissen: Ein Pelletofen benötigt für die Verbrennung durchgehend Strom und kann bei einem Stromausfall grundsätzlich nicht betrieben werden.

 

Ein Kombiofen lässt sich im Scheitholzbetrieb auch ohne Strom nutzen – dieser Notbetrieb ist jedoch nicht für den dauerhaften Einsatz gedacht, sondern eine Überbrückung, bis wieder Strom verfügbar ist und in den regulären Strommodus gewechselt werden kann. Wer auch bei Stromausfall zuverlässig und unabhängig heizen möchte, ist mit einem klassischen Kaminofen oder einem Kombiofen im Scheitholzbetrieb am besten beraten.

 

Für den Kombiofen gilt:

  • Kurzer Stromausfall: Der Ofen setzt den zuvor eingestellten Betrieb nach Rückkehr der Stromversorgung automatisch fort
  • Längerer Stromausfall: Der Ofen muss nach Rückkehr der Stromversorgung manuell neu gestartet werden
  • Reine Scheitholz-Kaminöfen ohne Elektronik sind von einem Stromausfall nicht betroffen und können unabhängig weiterbetrieben werden

Nutzung und Pflege

Vor der ersten Inbetriebnahme muss der Kaminofen vom zuständigen Schornsteinfeger begutachtet und freigegeben werden, das ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben. Erst nach dieser Abnahme darf der Ofen regulär betrieben werden.

  • Pflichttermin: Schornsteinfeger-Abnahme vor Erstinbetriebnahme
  • Empfehlung: erstes Anheizen mit kleiner Menge trockenen Holzes, um die Lackierung schonend einzubrennen
  • Erstes Anheizen langsam steigern: Im Keramott-Schamott ist herstellungsbedingt Restfeuchtigkeit gespeichert, die beim ersten Betrieb langsam ausdunsten muss – ein zu schnelles Aufheizen kann die Lebensdauer des Keramotts verkürzen

Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihres Ofens deutlich. Selbst durchführbar sind:

  • Regelmäßige Reinigung des Innenraums von Asche
  • Sichtkontrolle der Türdichtungen auf Verschleiß oder Risse
  • Reinigung der Sichtscheibe mit geeignetem Glasreiniger

Für weitere Wartungsarbeiten kontaktieren Sie bitten den Fachhändler in Ihre Nähe oder wenden Sie sich gerne per E-Mail an unsere Service-Mitarbeiter.

Pellet- und Kombiöfen benötigen aufgrund ihrer Elektronik und Fördertechnik einen regelmäßigen Fachservice, unabhängig von der individuellen Betriebsstundenzahl.

  • Serviceintervall: nach Erreichen der modellspezifischen Betriebsstundenzahl, mindestens jedoch 1x jährlich
  • Grund für die Mindestfrequenz: Aufrechterhaltung der Garantieansprüche
  • Empfehlung: Wartungsvertrag für automatische jährliche Terminvereinbarung

Servicetermin vereinbaren

Am besten eignen sich heimische Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Esche, da diese einen besonders hohen Energiewert haben.

 

Holzart Eigenschaft
Buche hoher Energiewert, gleichmäßiger Abbrand
Eiche hoher Energiewert, lange Glutphase
Esche hoher Energiewert, gut spaltbar

 

Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer sind dagegen harzreicher, brennen schneller ab und neigen stärker zu Funkenflug. Dafür erzeugen sie ein besonders langes, lebhaftes Flammenbild. Als Beimischung zum Hauptbrennstoff sind sie daher gut geeignet, als alleiniger Brennstoff aufgrund der kürzeren Brenndauer und des höheren Funkenflugs jedoch weniger empfehlenswert.

 

Aus Umweltsicht gilt Brennholz aus heimischen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern als besonders vorteilhaft: Kurze Transportwege reduzieren den CO₂-Fußabdruck zusätzlich, und eine kontrollierte Forstwirtschaft mit gezielter Wiederaufforstung stellt sicher, dass langfristig nicht mehr Holz entnommen wird, als nachwächst. Auf regionale Herkunft und ein anerkanntes Nachhaltigkeitssiegel (z. B. PEFC oder FSC) zu achten, ist daher eine sinnvolle Orientierung beim Holzkauf.

Für eine saubere und effiziente Verbrennung muss das Scheitholz trocken und unbehandelt sein. Folgende konkrete Werte helfen bei der Praxis:

  • Maximaler Durchmesser des gespaltenen Holzes: 7 cm
  • Rundholz sollte mindestens einmal in der Mitte gespalten werden, damit es besser anbrennt
  • Empfohlene Holzarten: heimische Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Esche
  • Lagerung: trocken, luftig und vor Feuchtigkeit geschützt, da nasses Holz schlecht brennt, weniger Wärme erzeugt und mehr Rauch produziert

Faustregel für die Trocknungsdauer: Scheitholz sollte mindestens 1 bis 2 Jahre luftgetrocknet werden, bevor es verwendet wird.

Pellets bestehen aus Nebenprodukten der Sägeindustrie wie Sägemehl und Hobelspänen, die zu einem hochverdichteten, genormten Brennstoff verarbeitet werden.

Herstellungsschritte im Überblick:

  1. Trocknung der feuchten Sägespäne (Energie dafür meist aus der Verbrennung von Rinde)
  2. Vermischung mit einer geringen Menge Stärke als Bindemittel
  3. Verdichtung unter hohem Druck durch die Matrize zu zylindrischen Pellets

Bei der Lagerung ist absolute Trockenheit entscheidend, da Feuchtigkeit die Pellets aufquellen lässt und ihre Verbrennungsqualität mindert.

Die richtige Pflege sichert die Langlebigkeit Ihres Kaminofens und läuft in klaren Intervallen ab:

  • Mindestens 1x jährlich: Kontrolle von Ofen, Rauchgaswegen und Rauchrohren auf Ablagerungen
  • Vor der Heizperiode: Kontrolle der Türdichtungen auf Sitz, Abnutzung und Risse, bei Bedarf Austausch
  • Regelmäßig laut gesetzlicher Vorgabe: Kontrolle und Reinigung des Schornsteins durch den Schornsteinfeger
  • Laufend: Entfernen der Asche aus dem Feuerraum
  • 1x jährlich: gründliche Grundreinigung des gesamten Geräts

Für effizientes Heizen und eine rußfreie Optik sollte der Kaminofen mindestens einmal jährlich (vor oder nach der Heizperiode) gründlich gereinigt werden.

Reinigung nach Bauteil:

  • Korpus: lackierte Oberflächen nur mit trockenem oder leicht feuchtem Tuch reinigen, da Reinigungsmittel den Speziallack beschädigen können; Edelstahloberflächen benötigen spezielle Reiniger vom Fachhändler
  • Innenraum: Asche mit Schaufel und Handfeger oder speziellem Aschesauger entfernen
  • Sichtscheibe: spezieller Kaminofen-Glasreiniger und ein sauberes Tuch oder Küchenpapier, keine scheuernden Mittel verwenden

Einmal festgesetzter Ruß lässt sich nur schwer entfernen, daher lohnt sich regelmäßige statt sporadischer Reinigung.

Vor der Reinigung sollte der Ofen ausreichend ausgekühlt sein.

Bei der Scheibenspülung wird vorgewärmte Sekundärluft gezielt an der Innenseite der Ofenscheibe entlanggeführt. Dieser Luftstrom verhindert, dass sich Rußpartikel an der Scheibe festsetzen, wodurch die Sicht auf das Flammenbild auch bei Volllastbetrieb frei bleibt.

  • Funktionsprinzip: vorgewärmte Luft als schützender "Luftfilm" an der Scheibeninnenseite
  • Effekt: Scheibe bleibt länger klar, weniger manuelle Reinigung notwendig

Die richtige Wahl treffen

Was ist der Unterschied zwischen Kaminofen, Pelletofen und Kombiofen?

Die drei Ofentypen unterscheiden sich vor allem im Brennstoff und im Grad der Automatisierung:

  Kaminofen Pelletofen Kombiofen
Brennstoff Scheitholz Holzpellets Scheitholz und Pellets, wahlweise
Bedienung manuell, Nachlegen von Hand vollautomatisch, per App/Zeitprogramm beides möglich, je nach gewähltem Brennstoff
Flammenbild klassisch, knisterndes Holzfeuer technisch, gleichmäßig kombiniert beide Erlebnisse
Stromunabhängigkeit ja, voll unabhängig nein, benötigt Strom für Förderung und Steuerung ja im Scheitholzbetrieb, nein im Pelletbetrieb
Bedienkomfort geringer, manuelles Nachlegen nötig hoch, automatisiert flexibel wählbar
Typische Zielgruppe wer das ursprüngliche Flammenerlebnis sucht wer maximalen Komfort und Zeitersparnis will wer von beiden Vorteilen profitieren möchte

Die Entscheidung hängt weniger vom Budget als von Alltag und Nutzungsgewohnheiten ab:

  • Berufstätige mit wenig Zeit für Holznachlegen: Pelletofen, da die Wärmeleistung vorprogrammiert werden kann
  • Wer Wert auf das klassische Flammenbild und Unabhängigkeit vom Stromnetz legt: Kaminofen
  • Wer flexibel zwischen beidem wechseln möchte, etwa je nach Holzvorrat oder Anlass: Kombiofen
  • Haushalte mit Fokus auf Krisensicherheit: Kaminofen oder Kombiofen im Scheitholzbetrieb, da beide ohne Strom funktionieren
  • Neubau mit moderner Haustechnik und Wunsch nach Komfort: häufig Pelletofen
  • Sanierung eines Altbaus mit vorhandenem Schornstein und Fokus auf Gemütlichkeit: häufig klassischer Kaminofen
  • Zweitwohnsitz oder Ferienhaus mit unregelmäßiger Nutzung: häufig Kombiofen, da flexibel je nach Vorrat vor Ort einsetzbar
  • Haushalt mit eigenem Waldbesitz oder günstigem Holzzugang: häufig Kaminofen oder Kombiofen im Scheitholzbetrieb

Ein nachträglicher Wechsel des Brennstoffprinzips (z. B. von reinem Scheitholz auf Pelletbetrieb) ist bei einem fest installierten Kaminofen technisch nicht möglich, da die Feuerraumkonstruktion unterschiedlich ist. Wer sich diese Flexibilität offenhalten möchte, sollte bereits beim Kauf einen Kombiofen in Betracht ziehen, der beide Brennstoffe in einem Gerät vereint.

 

Kombiöfen entdecken

Nachhaltigkeit und klimaneutrales Heizen

Holz und Holzpellets gelten als CO₂-neutraler Brennstoff, da bei der Verbrennung nur so viel CO₂ freigesetzt wird, wie der Baum während seines Wachstums zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Voraussetzung dafür ist nachhaltige Forstwirtschaft, bei der nachwachsende Bäume den Kohlenstoffkreislauf schließen.

Beide Brennstoffe sind CO₂-neutral, unterscheiden sich aber in Herstellung, Transport und Verbrennungseffizienz.

  Scheitholz Pellets
Herstellungsaufwand gering, meist regional geschlagen höher, industrielle Verarbeitung von Sägeresten
Transportweg oft sehr regional meist ebenfalls regional, aber industriell organisiert
Verbrennungseffizienz abhängig von Feuchtigkeit und Ofentyp gleichbleibend hoch durch automatisierte Verbrennung
Feinstaubausstoß höher bei falscher Handhabung (feuchtes Holz) niedriger durch kontrollierte, automatisierte Verbrennung

 

In der Praxis ist die Feinstaubbilanz von Scheitholz stark von der korrekten Handhabung abhängig, während Pelletöfen durch die automatisierte Verbrennung gleichbleibend niedrige Werte erreichen.

Moderne Öfen mit optimierter Luftführung und hohem Wirkungsgrad verbrennen den Brennstoff deutlich vollständiger als ältere Modelle, wodurch sowohl Feinstaub als auch CO₂-Ausstoß je Kilowattstunde Wärme sinken.

  • Höherer Wirkungsgrad bedeutet: weniger Brennstoffverbrauch für dieselbe Wärmemenge
  • Bessere Verbrennung bedeutet: weniger unverbrannte Partikel im Abgas
  • Alle aktuellen Austroflamm-Modelle erfüllen die BImSchV-Stufe-2-Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub

Öfen, die die zum Zeitpunkt ihrer Herstellung geltenden Grenzwerte erfüllt haben, dürfen unabhängig von späteren Verschärfungen der BImSchV weiterbetrieben werden, ohne nachgerüstet werden zu müssen. Das gilt für alle aktuellen Austroflamm-Modelle, die die Stufe-2-Werte bereits erfüllen.

  • Nachweis: Typenschild mit Modell und Baujahr, Prüfbescheinigung bzw. Konformitätserklärung des Herstellers
  • Praktische Konsequenz: kein Zwang zum Austausch bei bestehender Konformität, auch wenn künftige Verordnungen strenger werden

Prüfberichte & Emissionswerte herunterladen

Ja, Holz ist ein regional verfügbarer, lagerfähiger Brennstoff, der unabhängig von Gas- oder Strompreisschwankungen genutzt werden kann. Das macht Kamin- und Kombiöfen zu einem Baustein für mehr Versorgungssicherheit im Haushalt, zusätzlich zur ökologischen Komponente.

  • Lagerfähigkeit: Holz kann über Monate bis Jahre auf Vorrat gehalten werden
  • Unabhängigkeit: klassische Kaminöfen benötigen im Betrieb keinen Strom

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Wissenswertes

Alles rund um die Themen Heizen, Heizgeräte, Nachhaltigkeit und Trends sowie interessante Tipps haben wir in der Rubrik Wissen für Sie zusammengefasst. 

Kombiofen Scotty Duo Ambiente Foto mit Stahlverkleidung
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